30.4. bis 2.5.2009 - Nach diesem Cafayate-Touribuero-Trip wollte ich nach Cachi doch wieder lieber mit dem Bus fahren. Und ich tat gut daran! Im Bus ist der Kontakt zu den Einheimischen einfach schon auf Grund der Enge und der Anzahl der Passagiere gleich um vieles naeher. Um 7:00 Uhr ging’s schon los. Schnell wurde mir klar, dass die Zeitungen, die bei der Windschutzscheibe des Fahrerduos lagen, nicht fuer die Passagiere, sondern fuer die Bewohner Cachi’s und Umgebung sind. Der Bus fungierte also auch als Postbote - unzaehlige Pakete wurden eingeladen - zu dem von Salta aus 146 km weit entfernten Staedtchen, das nur ueber eine sehr enge Passstrasse zu erreichen ist. Die Fahrt war einfach sensationell! Und: Ich sah wahrscheinlich zum letzten Mal ein Exemplar eines Kondors, dem groessten Andenvogel, der so majestaetisch in den Lueften liegt. Auf einer Teilstrecke luden wir eine halbe Schulklasse auf, die beiden Jungenkoepfe, mit ihren weissen Schulmaenteln die von einem sehr alten Passagier mit Keksen versorgt wurden, werde ich so schnell nicht vergessen.

Im Hintergrund die Zeitungen, dann die Chicos und im Vordergrund meine Finger. Mit Ullis Kamera bin ich teils noch ein wenig ungeschickt...

Die Fahrt war - wie gesagt - wieder einmal atemberaubend schoen...auch wenn diese Frau - so wie ich gestern - mit etwas ganz Anderem zu kaempfen hatte!
Cachi liegt ganz wunderbar eingebettet in einer imposanten Bergwelt - wieder einmal tauchte ganz nahe ein 6.000-er auf, der Nevado de Cachi. In einem sehr breit angelegten Flussbett - wir befinden uns im Valle de Calchaquíes - fliesst nur sehr wenig Wasser, eine Folge des Niño, der Klimaerwaermung, die in Suedamerika extreme Auswirkungen hat. Der Fluss wird vom einem netten Gebirgsbach, der durch den Ort fliesst und immer wieder einmal umgeleitet wird, gespeist.

Cachi's Friedhof (im Hintergrund) ist riesig, von ueberall aus zu sehen und seine Lage ist bemerkenswert!
Doch das alles ueberragende hier ist die liebliche Kolonialarchitktur und die Gassen, die das Fotografenherz wirklich hoeher schlagen lassen,

Die Eingaenge sind immer ein wenig angehoben, damit es nicht reinregnet! Aber das war frueher viel aerger scheint es!
Andere typisch touristische Sehenswuerdigkeiten hat Cachi nicht zu bieten - das eine Musseum hatte wieder einmal geschlossen - es war schliesslich Tag der Arbeit…An diesem Tag spielt sich in Cachi wirklich nichts ab! Da muss man schon auch Glueck haben, bewirtet zu werden. Aber da war Fernanda und Ihr Freund eine zuverlaessliche Adresse. Am Vorabend gab es - nachdem ich der einzige Gast war - zur Unterhaltung ein kleines, sehr sehenswertes Taenzchen und am Tag, oder besser gesagt am Abend der Arbeit wurde gesungen! Muchas gracias!










